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Brasilien

Aktuelles

Die Pan American Health Organization (PAHO) sowie das brasilianische Gesundheitsministerium haben berichtet, dass es 2015 zu einem deutlichen Anstieg der Dengue-Fälle im Vergleich zum Vorjahr gekommen ist.  Am stärksten ist neben den Bundesstaaten Acre und Goiás der Südosten Brasiliens betroffen, vor allem der Bundesstaat Sao Paulo.

Allgemeine Informationen

Ein ausreichender, vor Ort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden empfohlen.

Die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sollten beachtet werden.

Vorkommen von Infektionskrankheiten

Die folgende Aufstellung ist nicht vollständig sondern nennt nur die wichtigsten und häufigsten Infektionen.

Infektionen durch verunreinigte Nahrungsmittel oder Trinkwasser

Darminfektionen sind häufig, daneben ist auch mit Hepatitis A, seltener mit Hepatitis E, zu rechnen. Weiterhin kann Typhus abdominalis übertragen werden.

Infektionen, die durch Insekten übertragen werden

Es existiert ein eher geringes Malaria-Risiko in den Bundesstaaten Acre, Amapa, Rondônia und Roraima, ein geringes Risiko auch in anderen Gebieten im Amazonasbecken und im Pantanal. Die Ostküste (incl. Forateza, Recife) und die Iguazú-Wasserfälle sind malariafrei, ebenso alle größeren Städte.

Dengue-Fieber kann in allen Landesteilen auftreten (s.o.). Auch Chikungunya-Fieber kommt seit Anfang 2014 in mehreren Landesteilen vor, sich ausbreitend von Fällen in der Karibik.

Andere seltene bis sehr seltene Viruskrankheiten, die von Insekten übertragen werden, sind Gelbfieber und Oropouche-Fieber. Gelbfieber kommt vor in den Bundesstaaten Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goiás, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Rondônia, Roraima, und Tocantins, sowie in Teilen vonBahia, Paraná, Piauí, Rio Grande do Sul, Santa Catarina, und São Paulo. Auch an den Iguaçu-Wasserfälle kommt Gelbfieber vor.

Leishmaniosen können vorkommen, sowohl die Verlaufsform mit Hautgeschwüren, als auch mit Beteiligung der Schleimhäute.  Sehr selten ist in ländlichen Gebieten die durch Raubwanzen übertragene Chagas-Krankheit.

Andere Infektionen

  • HIV ist weltweit verbreitet und tritt dementsprechend auch in Brasilien auf. Daher sollten die bekannten Risiken wie in anderen Ländern auch gemieden werden.
  • Ganzjährig kann eine Leptospirose durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.
  • Bei Biss durch Hunde ist immer an Tollwut zu denken.
  • Bei Besuch von (Fledermaus-)Höhlen können selten die Erreger einer Pilzkrankheit, der Histoplasmose, eingeatmet werden.

Empfehlungen zu Impfungen

Für die Einreise vorgeschrieben:

Es bestehen keine Impfvorschriften

Allgemein empfohlene Impfungen:

  • Gelbfieber
    (nur wenn lediglich die Küstenstädte Rio de Janeiro, São Paulo, Salvador, Recife oder Fortaleza besucht werden, ist die Impfung nicht erforderlich)
  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Masern
  • Pertussis
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B

Impfungen aus besonderem Grund:

  • Reisende über 60 Jahre: Grippe, Pneumokokken
  • Bei einfachen Reisebedingungen/ unzureichender medizinischer Versorgung/ speziellen beruflichen/sozialen Kontakten: Tollwut, Typhus, Meningokokken

Empfehlungen zur Malariaprophylaxe

Bei Aufenthalten im ländlichen Gebieten in den Bundesstaaten Acre, Amazonas, Amapa, Rondônia, Roraima, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Pará, Tocantins und Maranhao sollte ein Notfallmedikament mitgenommen werden – dieses sollte vor der Reise mit einem Tropenmediziner besprochen werden.

Bei unklarem Fieber nach einen Aufenthalt in Brasilien sollte eine Malaria mittels Blutuntersuchung ausgeschlossen werden.


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