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Höhenaufenthalte

Höhe und Akklimatisation

Bei Höhenaufenthalten in Höhen oberhalb 2.400 m sind einige Besonderheiten zu beachten. Die Umweltbedingungen in der Höhe unterscheiden sich deutlich von denen in Meereshöhe. Luft besteht zu 21 % aus dem lebenswichtigen Sauerstoff. Mit zunehmender Höhe vermindert sich der Luftdruck. In 2400 m Höhe beträgt er nur noch 75 % des Wertes in Meereshöhe, in 5500 m Höhe nur noch die Hälfte. Auch die Verfügbarkeit von Sauerstoff nimmt entsprechend ab, es kommt zu Sauerstoffmangel (Hypoxie). Das Auftreten der Symptome hängt vom Trainingszustand und der Erfahrung ab. Sie können beim einen bereits in 1500 m , beim anderen erst in 4000 m auftreten: tiefere und schnellere Atmung, blaue Lippen und Fingernägel, Lufthunger, Beklemmungsgefühl, Schwindel, Kribbel-, Kälte- und Wärmeempfindungen, gehobene Stimmung oder vermehrte Gleichgültigkeit und allerlei Verhaltensauffälligkeiten. Bei zu schnellem Aufstieg in zu große Höhen kommt es zu verschiedenen Ausprägungen der Höhenkrankheit, Handlungsunfähigkeit, Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod. Neben niedrigem Luftdruck, Sauerstoffmangel und niedriger Luftfeuchtigkeit (Flüssigkeitsverlust über die Atmung) sind die Betroffenen auch Wettereinflüssen, Wind, Kälte, Sonneneinstrahlung etc. direkt ausgesetzt. Als Schutz ist persönliche Schutzausrüstung erforderlich. Ein besonderes Au­genmerk ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu legen ( 1 l/1000 m Höhe, zusätzlich zum Grundbedarf von ca. zwei Litern pro Tag).

Höhenakklimatisation benötigt mehrere Wochen, eine ausreichende Teilakklimatisation etwa 1 – 1,5 Tage pro 1000 Höhenmeter. Ab einer Schwellenhöhe von ca. 2000  sind etwa 3 Übernachtungen vor dem weiteren Aufstieg nötig. Bis zu einer Höhe von 5.300 m ist die Schlafhöhe, also die Höhe des Schlafplatzes, entscheidend für die Höhenakklimatisation. Es sollte so tief wie möglich geschlafen werden. Die Schlafhöhe sollte nie die höchste am Tag erreichte Höhe sein. Sie sollte pro Tag nicht mehr als 300 m ggf. 400 – 500 m ansteigen. Nach jeweils 1.000 m Höhengewinn sollten 2 Nächte auf derselben Höhe übernachtet werden. Ein weiterer Aufstieg ist nur bei Beschwerdefreiheit angezeigt. Oberhalb 5300 m ist ein längerer Aufenthalt nicht möglich, besondere Maßnahmen wie Sauerstoff-Unterstützung nötig. Von medikamentöser Unterstützung der Akklimatisation wird abgeraten.

Höhenbedingte Erkrankungen

Unzureichende Höhenakklimatisation und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme führen häufig zu höhenbedingten Krankheitsbildern.

Die akute Höhenkrankheit (AMS) kann bereits in Höhen ab 1.500 – 2.000 m auftreten. Anfänglich findet sich ein Höhenkopfschmerz, der durch Schmerzmittel noch beherrscht werden kann. Nach anfangs milden Symptomen (Übelkeit, Er­brechen, Appetitlosigkeit, leichter Schwindel, Müdigkeit) kommt es zu Konzentrations- und Koordinationsstörungen, Leistungseinbruch, Verhaltensauffälligkeiten, Eintrübung des Bewusstseins. Nur sofortiger Abstieg kann Abhilfe schaffen.

Das Höhenhirnödem (HACE) äußert sich durch eine weitere Verschlechterung Apathie, Bewegungsstörungen, Desorien­tiertheit, Verwirrtheit, Halluzinationen, Bewußtseinsstörung bis hin zum Koma. Es besteht Lebensgefahr (40 % überleben nicht !).

Das Höhenlungenödem (HAPE) beginnt mit trockenem Husten, dramatischem Leistungsabfall, Müdigkeit, Apathie, Dyspnoe und blaue Lippen, rasselnder Atmung, Husten und blutig-schaumigem Auswurf. Bei diesen Erkrankungen sind Abtransport in niedrige Höhen, Gabe von Sauerstoff und medizinische Therapie lebensrettend.

Auswirkungen auf Personen mit akuten oder chronischen Erkrankungen

Besonders Herz- oder Lungenerkrankungen können sich bei Höhenaufenthalt verschlimmern. Eine ärztliche Beratung ist anzuraten. Scheinbar banale Erkrankungen oder Gesundheitsstörungen (z.B. kranke Zähne, banale Infekte) können zu ernsten, ja sogar lebensgefährlichen Problemen werden.


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