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Äquatorial-Guinea

Aktuelles

Im Äquatorial-Guinea sind 2014 Polio-Fälle bekannt geworden. Es ist sowohl die Insel Bioko als auch das Festland (Centro Sur, Litoral) betroffen. Daher sollte ein Impfschutz gegen Polio vorliegen. Darüber hinaus fordert Äquatorial-Guinea, dass alle Reisenden, die das Land verlassen, über ein gültiges, internationales Impfzertifikat mit einer dokumentierten Poliomyelitis (Kinderlähmung)-Impfung verfügen, wenn sie sich länger als 4 Wochen im Land aufgehalten haben. Die Impfung darf für diese Bescheinigung gemäß WHO nicht älter als 1 Jahr sein und muss spätestens 4 Wochen vor Ausreise erfolgt sein.

Allgemeine Informationen

Die medizinische Versorgung ist im gesamten Land als unzureichend anzusehen. Es mangelt oft an gut ausgebildeten Ärzten und es treten oft technische und hygienische Mängel auf. Ein ausreichender, vor Ort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden empfohlen.

Die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sollten beachtet werden.

Vorkommen von Infektionskrankheiten

Die folgende Aufstellung ist nicht vollständig sondern nennt nur die wichtigsten und häufigsten Infektionen.

Infektionen durch verunreinigte Nahrungsmittel oder Trinkwasser

Darminfektionen sind häufig, daneben ist auch mit Hepatitis A, seltener mit Hepatitis E, zu rechnen. Weiterhin kann Typhus übertragen werden. Cholera ist sehr selten und stellt für Reisende im Allgemeinen kein Risiko dar.

Infektionen, die durch Insekten übertragen werden

Am wichtigsten ist die Malaria, die im gesamten Land vorkommt - Empfehlungen zur Prophylaxe siehe unten.

Sehr selten werden übertragen Filariosen (Loa loa und Onchozerkose), außerdem Viruskrankheiten wie Gelbfieber. Denguefieber ist selten.

Andere Infektionen

  • HIV ist weltweit verbreitet und tritt daher auch in Äquatorial-Guinea auf. Daher sollten die bekannten Risiken wie in anderen Ländern auch gemieden werden.
  • Beim Baden im Süßwasser kann die Bilharziose übertragen werden.
  • Bei Biss durch Hunde und andere Säugetiere ist immer an Tollwut zu denken.
  • Durch Tröpfcheninfektion kann eine Meningokokken-Meningitis (also eine bakterielle Hirnhaut-Entzündung) übertragen werden.

Empfehlungen zu Impfungen

Für die Einreise vorgeschrieben:

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben. (Ärztliche Bescheinigungen zur Befreiung von der Impfpflicht werden oft nicht anerkannt!)

Allgemein empfohlene Impfungen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Masern
  • Pertussis
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B

Impfungen aus besonderem Grund:

  • Reisende über 60 Jahre: Grippe, Pneumokokken
  • Bei einfachen Reisebedingungen/ unzureichender medizinischer Versorgung/ speziellen beruflichen/sozialen Kontakten: Tollwut, Typhus, Meningokokken.

Empfehlungen zur Malariaprophylaxe

Eine Malariaprophylaxe ist bei allen Reisen nach Äquatorial-Guinea empfehlenswert – das Malaria-Risiko ist hoch: Zunächst sollte auf einen ausreichenden Mückenschutz geachtet werden. Darüberhinaus sollte eine regelmäßige medikamentöse Prophylaxe durchgeführt werden, hierzu kommen die Präparate Malarone®, Doxycyclin oder in Ausnahmefällen auch Lariam® in Frage. Die Auswahl des geeigneten Medikaments für diese Chemoprophylaxe sollte vor der Ausreise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.


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