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Bhutan

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Allgemeine Informationen

Ein ausreichender, vor Ort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden empfohlen.

Die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sollten beachtet werden.

Vorkommen von Infektionskrankheiten

Die folgende Aufstellung ist nicht vollständig sondern nennt nur die wichtigsten und häufigsten Infektionen.

Infektionen durch verunreinigte Nahrungsmittel oder Trinkwasser

Darminfektionen sind häufig, daneben ist auch mit Hepatitis A, seltener mit Hepatitis E, zu rechnen. Weiterhin kann Typhus abdominalis übertragen werden. Cholera kann vorkommen, ist aber im Allgemeinen kein Risiko für Reisende.

Infektionen, die durch Insekten übertragen werden

  • Es besteht ein geringes Malaria-Risiko im Süden des Landes unter 1.700 m Höhe an der Grenze zu Indien in Chukha, Dagana, Pemagatshel, Samdrup Jongkhar, Samtse, Sarpang und in Zhemgang, in den anderen Distrikten nur während der Regenzeit.
  • Bumthang, Gasa, Thimphu und Paro sind malaria-frei.
  • In ländlichen Gebieten in den südlichen Grenzregionen zu Indien ist insbesondere zwischen Juli und Dezember mit Japanischer Enzephalitis zu rechnen.

Andere Infektionen

  • HIV ist weltweit verbreitet und tritt daher auch in Bhutan auf. Daher sollten die bekannten Risiken wie in anderen Ländern auch gemieden werden.
  • Bei Biss durch Hunde oder andere Säugetiere ist immer an Tollwut zu denken.
  • Ganzjährig kann eine Leptospirose durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.

Höhenkrankheit

Bei Höhenaufenthalten in Höhen oberhalb 2.000 m sind einige Besonderheiten zu beachten. Die Umweltbedingungen in der Höhe unterscheiden sich deutlich von denen in Meereshöhe. Luft besteht zu 21 % aus dem lebenswichtigen Sauerstoff. Mit zunehmender Höhe vermindert sich der Luftdruck. In 2400 m Höhe beträgt er nur noch 75 % des Wertes in Meereshöhe. Auch die Verfügbarkeit von Sauerstoff nimmt entsprechend ab, es kommt zu Sauerstoffmangel (Hypoxie). Das Auftreten der Symptome hängt vom Trainingszustand und der Erfahrung ab. Sie können beim einen bereits in 1500 m , beim anderen erst in 4000 m auftreten: tiefere und schnellere Atmung, blaue Lippen und Fingernägel, Lufthunger, Beklemmungsgefühl, Schwindel, Kribbel-, Kälte- und Wärmeempfindungen, gehobene Stimmung oder vermehrte Gleichgültigkeit und allerlei Verhaltensauffälligkeiten. Bei zu schnellem Aufstieg in zu große Höhen kommt es zu verschiedenen Ausprägungen der Höhenkrankheit, Handlungsunfähigkeit, Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod. Betroffen sind alle Altersstufen.

Vor Reisen in große Höhen (über 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endgültigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen Reisemediziner im ifi. Vor der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der Höhenkrankheit ohne Anweisung eines Arztes wird gewarnt. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z.B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist zu empfehlen.

Empfehlungen zu Impfungen

Für die Einreise vorgeschrieben:

Keine Impfungen vorgeschrieben (nur Gelbfieber-Impfung bei Einreise aus Gelbfieber-Gebieten)

Allgemein empfohlene Impfungen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Masern
  • Pertussis
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B

Impfungen aus besonderem Grund:

  • Reisende über 60 Jahre: Grippe, Pneumokokken
  • Bei einfachen Reisebedingungen/ unzureichender medizinischer Versorgung/ speziellen beruflichen/sozialen Kontakten: Tollwut, Typhus, Meningokokken
  • Bei längeren Aufenthalten im Süden des Landes: Japanische Enzephalitis

Empfehlungen zur Malariaprophylaxe

Bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten in Chukha, Dagana, Pemagatshel, Samdrup Jongkhar, Samtse, Sarpang und in Zhemgang sollte ein Notfallmedikament mitgeführt werden – diese sollte mit einem Tropenmediziner besprochen werden. Bei unklarem Fieber nach Aufenthalten in Gebienten unterhalt von 1700 m sollte sicherheitshalber eine Malaria durch eine Blutuntersuchung ausgeschlossen werden.  


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