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Gürtelrose (Herpes zoster)

Krankheit:
Die Gürtelrose ist eine Viruskrankheit, die durch das gleiche Virus hervorgerufen wird wie die Windpocken. Nach einer durchgemachten Windpocken-Infektion nistet sich dieses Virus - das sog. Varizella-Zoster-Virus – in Nervenzellen des Rückenmarks oder in Hirnnerven ein und kann später, beispielsweise ausgelöst durch ein geschwächtes Immunsystem im Alter oder auch, in seltenen Fällen auch durch Sonneneinwirkung (UV-Licht), reaktiviert werden. Die Gürtelrose ist demnach keine Infektion im eigentlichen Sinne, sondern die erneute Aktivierung des Varizella-Zoster-Virus nach einer mehr oder weniger langen Latenzzeit. Die Erkrankung beginnt mit Missempfindungen und plötzlich einschießenden Schmerzen in den betreffenden Körperregionen, dann äußert sie sich hauptsächlich durch einen schmerzhaften, streifenförmigen Hautausschlag mit Bläschenbildung auf einer Körperseite. Gefürchtet sind die Schmerzen, die häufig auch nach Abheilen des Hautauschlages bestehen bleiben (sog. postherpetische Neuralgie = PHN). Gefährlich ist ein sog. Zoster ophthalmicus, bei dem Gesicht und Augen betroffen sind, es kann durch eine Hornhautvernarbung zu teilweiser oder vollständigen Erblindung kommen. Bei Befall der Gesichtsnerven können vorübergehende Lähmungserscheinungen oder Verlust des Geschmackssinns auftreten. Beim sog. Zoster oticus kommt es zu einen Befall des Gehörgangs und oder der Ohrmuschel. Mögliche Folgen sind Schwerhörigkeit und Störungen des Gleichgewichtssinnes. Insbesondere bei immungeschwächten Patienten kann eine Ausbreitung des Hautausschlages über den ganzen Körper auftreten.

Vorkommen:
Die Gürtelrose ist eine häufige Erkrankung, etwa 30% der Menschen erkranken im Laufe des Lebens, 2/3 der Patienten sind über 50 Jahre alt.

Impfung:
Seit kurzem steht ein Zoster-Impfstoff zur Verfügung, der einerseits Schutz gegen das Ausbrechen einer Gürtelrose selbst bietet und andererseits aber auch das Auftreten der langanhaltenden Schmerzzustände (postherpetische Neuralgie) in vielen Fällen verhindern kann. Allerdings kann der Zosterimpfstoff nicht in allen Fällen die geimpften Personen vollständig vor einer Gürtelrose schützen - sollte trotz Impfung eine Zoster-Erkrankung auftreten, verläuft sie im Allgemeinen aber leichter und ist vor allem mit deutlich geringeren Nervenschmerzen verbunden.

Der Impfstoff enthält abgeschwächte Varizella-Zoster-Viren in wesentlich höherer Konzentration als der Windpocken-Impfstoff. Es handelt sich also um eine Lebendimpfung, daher kommt eine Anwendung bei der Gruppe der Immunsupprimierten (Patienten mit Kortison-Therapie, Transplantierte, HIV-Patienten mit Immundefekt, Personen mit Tumorleiden, Patienten während einer Chemotherapie etc.) nicht in Betracht. Die Dauer des Impfschutzes ist nicht bekannt.

Es können Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle auftreten, ansonsten ist der Impfstoff gut verträglich.

Impfindikation:
Der Impfstoff ist zugelassen ab dem 50. Lebensjahr. Bisher gibt es noch keine öffentliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Dennoch können und sollten sich Personen ab 60 Jahre grundsätzlich durch eine Zoster-Impfung vor dieser folgenreichen und langwierigen Erkrankung schützen. Es ist es sinnvoll, sich zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse zu informieren.

 


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